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Ist die Geprüfte Schutz- und Sicherheitskraft eine Berufsausbildung?

  • Autorenbild: Alexander Lukas
    Alexander Lukas
  • 26. Mai
  • 2 Min. Lesezeit

Kurze Antwort: Nein. Und genau dieses Missverständnis kostet viele Sicherheitskräfte wertvolle Zeit bei der Karriereplanung. Wer den Unterschied kennt, trifft bessere Entscheidungen – und kommt schneller ans Ziel.

Berufsausbildung vs. Aufstiegsfortbildung – wo liegt der Unterschied?

Berufsausbildungen sind in Deutschland gesetzlich im Berufsbildungsgesetz (BBiG) geregelt. Dieses unterscheidet klar zwischen einer Berufsausbildung und einer beruflichen Fortbildung. Eine Berufsausbildung – etwa die dreijährige Ausbildung zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit – ist ein anerkannter Ausbildungsberuf mit Ausbildungsvertrag, Berufsschule und IHK-Abschlussprüfung. Sie richtet sich an Berufseinsteiger und dauert in der Regel zwei bis drei Jahre.


Die Geprüfte Schutz- und Sicherheitskraft (GSSK) hingegen ist etwas anderes: Sie ist eine Aufstiegsfortbildung der ersten Fortbildungsstufe im Sinne des BBiG. Rechtlich geregelt wird die Prüfung über § 54 in Verbindung mit §§ 79 und 71 BBiG – also über die Vorschriften zur beruflichen Fortbildung, nicht über die zur Berufsausbildung.


Was bedeutet das konkret?

Dass die GSSK keine Berufsausbildung ist, heißt keineswegs, dass sie weniger wert wäre – im Gegenteil. Sie richtet sich gezielt an Berufserfahrene, die bereits in der Sicherheitsbranche arbeiten und den nächsten Schritt gehen wollen. Um zur IHK-Prüfung zugelassen zu werden, braucht man entweder eine abgeschlossene Berufsausbildung plus zwei Jahre Berufspraxis in der Sicherheitswirtschaft oder mindestens fünf Jahre Berufspraxis, davon drei in der Sicherheitsbranche. Dazu kommen ein Mindestalter von 24 Jahren und ein aktueller Erste-Hilfe-Nachweis.

Die GSSK setzt also voraus, dass man bereits im Beruf steht. Eine klassische Berufsausbildung hingegen ist der Einstieg ins Berufsleben – ohne Vorerfahrung.


Warum ist der Unterschied wichtig?

Wer die GSSK fälschlicherweise als Berufsausbildung einordnet, verkennt ihren eigentlichen Wert: Sie ist ein Karrierebeschleuniger. Während eine dreijährige Ausbildung zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit der klassische Weg ist, ermöglicht die GSSK erfahrenen Sicherheitskräften, in deutlich kürzerer Zeit eine bundesweit anerkannte IHK-Qualifikation zu erlangen – und damit Zugang zu Positionen, die weit über den üblichen 34a-Bereich hinausgehen.

Die Zahlen sprechen für sich: Laut BDSW-Statistik haben maximal 8,8 % aller Beschäftigten in der Sicherheitsbranche eine Qualifikation oberhalb der Sachkundeprüfung. Wer die GSSK-Prüfung besteht, gehört also zu einer kleinen, gefragten Gruppe von Fachkräften.


Und danach?

Ein weiterer Vorteil: Die GSSK öffnet als erste Fortbildungsstufe den direkten Weg zur Meisterprüfung (Meister für Schutz und Sicherheit). Sie ist also nicht das Ende der Karriereleiter, sondern ein solides Sprungbrett nach oben.


Wie werde ich GSSK?

Es gibt zahlreiche Kurse, die dich auf die GSSK vorbereiten können. Schau dir hier das Kursangebot der ISMT Security Fachschule an.


 
 
 

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